Wissenschaft und Religion

This is my writing for a German lesson.

Auf dem ersten Blick scheinen Wissenschaft und Religion wie Gegner. Die Wissenschaftler behaupten, dass nur sie endgültige Wahrheiten wissen und dass es Gott nicht gibt. Die Kirche meint, dass man ohne Gott keine Moral finden kann.

Allerdings, wenn man die Geschichte genauer betrachtet, sieht man viele Ähnlichkeiten zwischen Wissenschaft und Religion. Besonders wenn man die Geschichte der wissenschaftlichen Revolution des 17en Jahrhunderts betrachtet, sieht man ganz deutlich, dass das Christentum eine starke Prägung in der modernen Wissenschaft hinterlassen hat.

Ich fange mit Anselm von Cantebury an. Er behauptete im 11en Jahrhundert, dass der Mensch die Bibel mit der Vernunft verstehen kann. Weil Gott rational ist, hat er eine rationale Welt mit dem vernünftigen Mensch geschaffen. Deswegen kann man durch die Vernunft alles verstehen, auch dass Gott existiert (intelligo, ut credam). Man muss nur seinen Geist üben. Wenn Schlussfolgerungen mit der Bibel nicht übereinstimmen, dann gibt es darin Denkfehler und man muss weiter seinen Geist üben.

Im 13en Jahrhundert fügte Thomas von Aquin hinzu, dass wenn es in der Bibel keine eindeutige Antwort gibt, darf man auf die Natur zurückgreifen. Wenn man die erschaffene Welt aufmerksam studiert, kann man damit den Schöpfer besser verstehen. Bei Thomas ist die Welt intelligibel, allerdings darf man die Schlussfolgerungen nicht nur mit der Bibel vergleichen sondern auch mit der Natur.

Es gab viele andere christliche Denker im Mittelalter, die ähnlich zu Anselm und Thomas gedacht haben. Am Anfang des 17en Jahrhunderts wusste man schon, dass es eine rationale Ordnung in der Welt gibt und ein Mensch genug Verstand hat um diese Ordnung vollständig zu verstehen. Der Unterschied zum Mittelalter war, dass man angefangen hat die Natur aktiv zu beobachten und die Fragen an die Natur zu stellen. Trotzdem war das Ziel dasselbe, Gott besser zu verstehen. Fast alle Wissenschaftler im 17en Jahrhundert waren überzeugt, dass Gott existiert und dass alle Entdeckungen nur dank Gott gemacht werden können.

Zum Beispiel war Newton überzeugt, dass er mit seinen Gesetzen die Existenz des Gottes bewiesen hat. Nach Newton spielte Gott sogar eine aktive Rolle im All. Newton behauptete, dass das Sonnensystem nicht stabil ist und dass Gott wenn es nötig wäre die Stabilität des Sonnensystems wiederherstellt.

Eventuell haben die Wissenschaftler den Begriff ‘Gott’ durch den Begriff ‘Naturgesetze’ ersetzt. Es gibt Naturgesetze und die Welt entwickelt sich nach den Naturgesetzen. Die Wissenschaftler behaupten heute, dass Gott in der Entwicklung des Universums keine Rolle mehr spielt. Was verloren gegangen ist, ist die Intelligibilität der Welt. Im 17en Jahrhundert war diese Idee einfach aus dem Christentum übernommen worden und noch heute sagen die Wissenschaftler, dass der Mensch mit seinem Vernunft die Natur vollständig verstehen kann. Allerdings bleibt es heutzutage ein Rätsel warum der Mensch die Naturgesetze verstehen kann.


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